Einmotten

Die CX winterfest machen …
Wer im Winter nicht fährt (ja, das soll´s geben!), der sollte zu Beginn der nasskalten Jahreszeit noch ein paar Handgriffe machen, damit die Güllepumpe gut über den Winter kommt:
Reinigen und konservieren. Also erstmal gründlich waschen, denn Drecknester sind Brutstätten für Rost … Ein Schuss des üblichen Konservierers im Waschwasser oder eine nachträglich aufgebrachte Lackkonservierung sind ebenfalls zu empfehlen.
Ölwechsel machen, evtl einen neuen Ölfilter einbauen. Ölwechsel sollte man vor der Winterpause machen, denn im verbrauchten Öl befinden sich aggressive Stoffe. Das frische Öl   altert kaum bis zum Frühjahr.
Tank ganz auffüllen, damit er nicht von innen rosten kann. Zusätze, wie sie manchmal empfohlen werden (Stabilisatoren), sind  m.E. nicht notwendig.
Reifendruck erhöhen.  Um rund 0,5 bar mehr Druck als normal üblich sollten die Reifen schon bekommen , also etwa 2,5 bar.
Aufbocken der Maschine. Um  so genannte „Parkplatten“ an den Reifen zu verhindern, überwintert die Maschine mittels Hauptständer und  so aufgebockt, dass beide Räder frei in der Luft hängen. Dazu kann man einen Rangierwagenheber unter den Motorblock setzen und hochpumpen. Wer den nicht hat, bittet einen Helfer, das Heck der Maschine kräftig nach unten zu drücken, dann kann man eine einfache Cola-Kiste unter den Motor schieben.
Vergaser entleeren.  Benzinhahn zu, eine saubere Dose unter den Überlaufschlauch halten, dann die Entleerungsschrauben der Schwimmerkammern aufdrehen und das Restbenzin laufen lassen. Es wird danach wieder oben in den Tank gekippt. Die Entleerungsschrauben gleich wieder zudrehen, das vergisst man sonst im neuen Jahr!
Kühlflüssigkeit kontrollieren, ggf. etwas Wasser/Frostschutz-Gemisch (1:1) nachfüllen.
Bremsflüssigkeit kann man im Frühjahr wechseln, aber wenn man es jetzt macht, kann man im Frühjahr gleich so losfahren ….
Luftfilter. Dem Luftfilter könnte man bei der Winterkur eine Reinigung/Austausch gönnen … (ist aber nichts, was mit der Winterpause zu tun hat.)
Rostschutz. Dann das Motorrad großzügig mit  Pflegeöl, z.B. WD40 einsprühen, Vorsicht bei Bremsbelägen und Reifen!
Batterie evtl. ausbauen, denn kein Energiespender mag lange Kälte ohne Power-Nachschub. Etwa alle 4 Wochen die Batterie aufladen. Ein Batteriepflegegrät (mit Lade- und Entladephasen)   kann aber auch in eingebautem Zustand angeklemmt werden und den ganzen Winter dran bleiben, habe damit gute Erfahrungen gemacht.
Gummiteile pflegen bei der bereits in „Winterschlaf-Position“ stehenden Maschine. Dazu sprüht man alle Gummiteile mit Silikonspray ein.
Seilzüge und Bremsgestänge schmieren. Die Gaszüge, Der „Choke“ und der Kupplungsseilzug sollten schön leicht laufen.
Maschine abdecken mit einem weichen Tuch, z.B. altes Laken, Tischtuch, Bettbezug o.ä. und in einer Garage oder in einem Schuppen unterstellen. Ggf. noch eine Plane gegen Regen ´drüber ziehen, wenn die Maschine (leider) im Freien stehen muss. Achtung! unter dichten Planen kann es leicht zu Kondensbildung kommen, dann ist schnelle Rostung garantiert! Besser ist es, wenn das Motorrad „luftig“ abgestellt  ist.

Jetzt ist der „Bock“ fertig  für die Fahrpause.

Gelegentliches Laufenlassen der Maschine ist nicht zu empfehlen. Das wäre nur sinnvoll, wenn der Motor dabei auf Betriebstemperatur gebracht wird, damit das Motoröl sich gut verteilt und damit sich kein Kondensat bildet (vor allem im Auspuff) .  Ist in der Garage vielleicht sogar gefährlich (Kohlenmonoxid-Vergiftung!) also: LASS ES !

Träumt schön – von einem sonnigen Frühjahr!